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SynFAP - Synergetische Fabrikplanung auf Basis eines ganzheitlichen Prozess- und Raummodells

SynFAP - Synergetische Fabrikplanung auf Basis eines ganzheitlichen Prozess- und Raummodells

E-Mail:  office@ifa.uni-hannover.de
Jahr:  2006
Datum:  01-01-70
Förderung:  Stiftung Industrieforschung
Laufzeit:  2004 – 2006
Ist abgeschlossen:  ja

Nach heutigem Stand zeichnen sich Fabrikplanungsprojekte durch eine sequentielle Vorgehensweise aus, verbunden ist dies mit einer eingeschränkten Informations-verfügbarkeit der Planungsbeteiligten untereinander. Dabei hat sich die Fabrikplanung durch die wirtschaftlich geprägte Forderung nach Harmonisierung von Produkt-, Prozess- und Gebäudelebenszyklen zu einer komplexen Aufgabe gewandelt, die neue Methoden und Werkzeuge für die anfallenden Planungsphasen verlangt. War es bisher üblich, zunächst die Produktionsprozesse und Betriebsmittel auszuplanen und dann nach einer geeigneten Raum- und Gebäudestruktur zu suchen, ist es heutzutage wegen der häufigen Produkt- und Prozessveränderungen immer wichtiger, die Raum- und Gebäudeplanung einschließlich der Investitions- und Betriebskosten bereits in den frühen Phasen der Fabrikplanung zu betrachten. So beeinflusst die Gebäudestruktur, z.B. über Stützraster, Medienversorgung und Andockpunkte für die Belieferung, intensiv die logistische Leistungsfähigkeit. Nur eine durchgängige Betrachtung und kooperative Gestaltung dieser Gebäude- und Prozesselemente führt zu einem ganzheitlichen Konzept der Fabrik.

 

Deshalb sind kooperative und integrative Ansätze notwendig, die fach- und funktionsübergreifend ausgerichtet sind und ein effizientes Zusammenwirken der Planungsbeteiligten aller Disziplinen garantieren. Bis zum heutigen Tage wird diesem wichtigen Integrationsaspekt der Fabrikplanung kaum Rechnung getragen. Es fehlt sowohl an methodischer Unterstützung zur effektiven und effizienten Integration der Fachdisziplinen im Planungsprojekt als auch an Instrumentarien zur Kommunikation und benutzerspezifischen Visualisierung. Statt durchgängiger, kooperativer Zusammenarbeit der an der Planung beteiligten Spezialisten werden derzeit in der Regel Teilergebnisse weitergereicht, ohne das Gesamtkonzept ganzheitlich und visuell mitzuführen.

Das Projekt zur Synergetischen Fabrikplanung soll der Forderung nach einem neuen Ansatz zur kooperativen und integrativen Planung gerecht werden. Dabei bezeichnet Synergie die positive Wirkung der Zusammenarbeit auf eine abgestimmte Gesamtleistung. Das Projekt konzentriert sich auf die Zusammenarbeit der Fabrikplanung und der Architektur.  Das Ziel des Vorhabens gliedert sich in zwei Teilziele. Teilziel 1 ist es, die bisher zeitlich und inhaltlich entkoppelten Planungsabläufe der klassischen Fabrikplanung und der Architektur zu verzahnen und daraus eine Methodik der Synergetischen Fabrikplanung für das strukturierte Vorgehen in Fabrikplanungsprojekten abzuleiten. Teilziel 2 ist es, ein disziplinübergreifendes Planungswerkzeug für die Synergetische Fabrikplanung zu entwickeln, welches die Basis der gemeinsamen Planung aller am Planungsprozess beteiligten Disziplinen darstellt und auf der effizienten Synthese von Informationen und visuellen Daten beruht.