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DynaKom - Modellierung und Gestaltung dynamischer Geschäfts- und Kommunikationsprozesse in der Fabrik

DynaKom - Modellierung und Gestaltung dynamischer Geschäfts- und Kommunikationsprozesse in der Fabrik

E-Mail:  fap@ifa.uni-hannover.de
Jahr:  2014
Datum:  01-01-70
Förderung:  DFG
Laufzeit:  2012 - 2014
Ist abgeschlossen:  ja

Bisherige Forschungsvorhaben haben die Bedeutung angemessener Kommunikationsstrukturen als entscheidenden Produktivitätsfaktor in der dynamischen Fabrik verdeutlicht. Die für das Vorhaben relevanten Vorarbeiten haben sich mit statischen Kommunikationsprozessen befasst und dabei nur Ausschnitte aus dem Gesamtsystem „Fabrik“ fokussiert. Während im KomFAP Projekt die Untersuchungen noch auf den „Make“-Prozess des SCOR-Modells beschränkt waren, sollen diese im neuen Vorhaben auf den allgemeinen Geschäftsprozess ausgedehnt werden. Die Wandlung der Kommunikationsstrukturen innerhalb der Fabrik vor dem Hintergrund eines dynamischen Unternehmensumfeldes, ihre Beziehung zu Veränderungstreibern und die daraus resultierenden Anforderungen an die Fabrikplanung wurden bisher nicht berücksichtigt.

Beispiel: Ein Unternehmens entwickelt sich vom Produkt- zum Systemhersteller (Änderung der Geschäftsart). Mit der Erweiterung des Produktportfolios sind die Beschaffungs- und Herstellungsprozesse anzupassen und das Liefermodells von auftragsbezogener Bestellung auf Standardteilemanagement umzustellen (Prozessveränderung). Damit wird eine neue Kommunikationsform zwischen „Procure“ und Zulieferern erforderlich. Dieser Kommunikationsbedarf kann organisatorisch (neue Personalstelle), räumlich-architektonisch (Kommunikationszone) oder technisch (digitales Meldesystem) gelöst werden. Es ist zu klären, welche Anpassungsmaßnahmen zielführend sind.

Eine besondere Schwierigkeit stellt die Beschreibung und Erfassung der indirekter und informeller Kommunikationsformen dar, die neben der direkten und formellen – und damit relativ einfach zu erhebenden Kommunikation - für den Fabrikbetrieb und die Wissensgenese im Unternehmen von Belang sind. Es existiert weder ein ganzheitliches Modell noch eine Methode, wie Prozess- und Kommunikationsstrukturen in der dynamischen, wandlungsfähigen Fabrik beschrieben und gestaltet werden können.

 

Es ergeben sich folgende Kernfragen:

  • Können ganzheitliche BESCHREIBUNGS- und VERÄNDERUNGSFORMEN für Unternehmen formuliert werden, die die Dynamik von „Kommunikationsstrukturen“, „Geschäftsart“, „Geschäftsprozesse“ und „Fabrikelemente“ erfassen?
  • Lassen sich zwischen o.g. genannten Aspekten dynamische Wirkzusammenhänge und -verknüpfungen als WIRKMODELL darstellen, von dem effektive STELLHEBEL FÜR DIE FABRIKPLANUNG abgeleitet werden können?

Können geschäftstypische Ausprägungen o.g. Beschreibungsmerkmale als generische REFENZPROFILE (Soll) definiert werden, mit denen für unternehmensspezifische Kommunikationsstrukturen (Ist) konkrete Veränderungsmaßnahmen (Migrationspfade) abgeleitet werden können?