Das Institut für Fabrikanlagen und Logistik

Produktionstechnisches Zentrum Hannover Produktionstechnisches Zentrum Hannover Produktionstechnisches Zentrum Hannover © Dorota Sliwonik

Wir begleiten Unternehmen...

... auf dem Weg in eine zukunftsfähige industrielle Produktion, die Effizienz, Wandlungsfähigkeit und Nachhaltigkeit verbindet. In unseren drei Fachgruppen Fabrikplanung, Produktionsmanagement sowie Produktions- und Arbeitsgestaltung beschäftigen wir uns mit der ganzheitlichen Beschreibung und Gestaltung von Produktionssystemen. Dafür schaffen wir theoretische Grundlagen, die wir in bilateralen Forschungsprojekte mit Industriepartnern nutzen und erweitern.

Prof. Dr.-Ing. habil. Matthias Schmidt, Institutsleiter

Wir begleiten Unternehmen...

... auf dem Weg in eine zukunftsfähige industrielle Produktion, die Effizienz, Wandlungsfähigkeit und Nachhaltigkeit verbindet. In unseren drei Fachgruppen Fabrikplanung, Produktionsmanagement sowie Produktions- und Arbeitsgestaltung beschäftigen wir uns mit der ganzheitlichen Beschreibung und Gestaltung von Produktionssystemen. Dafür schaffen wir theoretische Grundlagen, die wir in bilateralen Forschungsprojekte mit Industriepartnern nutzen und erweitern.

Prof. Dr.-Ing. habil. Matthias Schmidt, Institutsleiter


Das IFA - Produktion systematisch denken und zukunftsfähig gestalten

Das Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) der Leibniz Universität Hannover befasst sich mit der Planung, Gestaltung und Steuerung komplexer Produktionssysteme. Ziel unserer wissenschaftlichen Arbeit ist es, Produktionssysteme unter den Bedingungen dynamischer Märkte und technologischer Umbrüche nachhaltig wettbewerbsfähig zu gestalten.

Unsere Arbeit ist durch die enge Verzahnung von universitärer Lehre, methodisch fundierter Forschung und praxisnaher Anwendung geprägt. In Kooperation mit Industriepartnern, öffentlichen Institutionen und wissenschaftlichen Einrichtungen entstehen Modelle, Methoden und Entscheidungsunterstützungen, die sowohl wissenschaftlich belastbar als auch industriell einsetzbar sind und die auch international breite Anwendung und Anerkennung finden.


Die Institutsleitung

Seit April 2024 leitet Prof. Dr.-Ing. habil. Matthias Schmidt das Institut für Fabrikanlagen und Logistik der Leibniz Universität Hannover und führt damit die traditionsreiche Forschungseinrichtung in eine neue Ära.

Bereits seit März 2018 war Schmidt als Professor für Produktionsmanagement am Institut für Produktionstechnik und -systeme der Leuphana Universität Lüneburg tätig, wo er seit April 2019 auch die Institutsleitung innehatte. Im Februar 2018 schloss er erfolgreich seine Habilitation an der Fakultät für Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover ab und legte damit den Grundstein für seine Professur.

Seine enge Verbindung zum IFA reicht weit zurück: Von Juli 2005 bis zu seiner Promotion im Dezember 2010 war Matthias Schmidt hier als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Von Januar 2011 bis September 2015 verantwortete er den Bereich Forschung & Industrie am IFA und engagierte sich von Juni 2011 bis Dezember 2017 als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Niedersächsischen Forschungszentrums Produktionstechnik. Zwischen Oktober 2015 und September 2016 übernahm Schmidt vertretungsweise die Institutsleitung für Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Nyhuis und war in dieser Zeit zugleich Mitglied des Vorstands des Produktionstechnischen Zentrums Hannover. Im Oktober 2016 kehrte er in seine alte Funktion als Leiter Forschung & Industrie des IFAs zurück und arbeitete parallel an seiner Habilitation.

Seit September 2020 ist Prof. Schmidt Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Arbeits- und Betriebsorganisation (WGAB). Darüber hinaus ist er als Gutachter für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), für das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sowie für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) tätig und wirkt als Reviewer für internationale Fachzeitschriften. Dazu zählen unter anderem Production Planning & Control und das International Journal of Physical Distribution & Logistics Management.

 

Die Fachgruppen und das Team

Die wissenschaftliche Arbeit am IFA ist in drei Fachgruppen organisiert. Diese Struktur ermöglicht eine klare fachliche Fokussierung bei gleichzeitig enger interdisziplinärer Zusammenarbeit. Ergänzt werden die Fachgruppen durch die IFA-Lernfabrik, die als fachgruppenübergreifende Plattform Forschung, Lehre und industrielle Anwendung verbindet. Hier werden neue Produktionskonzepte unter realitätsnahen Bedingungen entwickelt, erprobt und gleichermaßen im industriellen sowie akademischen Rahmen vermittelt.

Kennzeichnend für das IFA ist eine Organisationsstruktur mit hoher Eigenverantwortung der Fachgruppen. Flache Hierarchien, transparente Entscheidungsprozesse und eine ausgeprägte Vertrauenskultur schaffen Raum für Eigeninitiative, fachliche Entwicklung und interdisziplinären Austausch. Die Fachgruppen werden jeweils durch Gruppensprechende nach außen vertreten.

Das Institut lebt von der aktiven Mitwirkung seiner Mitarbeitenden und Studierenden. Letztere sind frühzeitig in Forschungs- und Industrieprojekte eingebunden und erwerben dabei sowohl methodische als auch praktische Kompetenzen. Industrie- und Forschungspartner profitieren von anwendungsnahen Ergebnissen und langfristig angelegten Kooperationen.


Unsere Geschichte

Die Wurzeln des heutigen IFA reichen bis ins Jahr 1877 zurück, als Professor Hermann Fischer an der damaligen Technischen Hochschule Hannover erstmals eine Vorlesung zur Planung und Gestaltung von Werkstätten und Fabrikanlagen anbot. Mit der fortschreitenden Industrialisierung gewann dieses Themenfeld kontinuierlich an Bedeutung.

Im Jahr 1954 richtete die Fakultät für Maschinenwesen den Lehrstuhl für Arbeitsmaschinen und Fabrikanlagen ein, den Professor Franz Otto Friedrich Schwerdtfeger bis 1961 leitete. Dr.-Ing. Hans Kettner wurde 1965 Nachfolger von Schwerdtfeger und gründete 1966 das Institut für Fabrikanlagen. Er entwickelte die vier Forschungsgebiete Fabrikanlagen-Planung, Fabrikanlagen-Betrieb, Handhabungstechnik und Anlagentechnik, die die Grundlage der heute existierenden Fachgruppen darstellen.

Mit dem Umzug des Instituts 1973 in den Neubau in der Callinstraße nahmen die Anzahl der Mitarbeiter und der Umfang der technischen Ausstattung des Instituts deutlich zu. Im Rahmen des Fabrikbetriebs wurden erstmals umfangreiche Untersuchungen der Fertigungsdurchlaufzeit in der Praxis begonnen, die später zum Hannoverschen Trichtermodell, der belastungsorientierten Auftragsfreigabe und zu den logistischen Kennlinien führten.

Professor Hans-Peter Wiendahl übernahm 1979 die Leitung des IFA. Das Trichtermodell wurde auf die ganze Fabrik erweitert, während in der Fabrikplanung das Konzept der wandlungsfähigen Fabrik entwickelt wurde und in der Handhabungstechnik die aerodynamische Teileordnung und -zuführung etabliert wurde. Das Institut für Fabrikanlagen wurde 2001 in das Institut für Fabrikanlagen und Logistik umbenannt.

Von 2003 bis zum 31. März 2024 leitete Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Nyhuis das IFA. Mit seiner Berufung wurde das Fachgebiet Arbeitswissenschaft, ehemals Fachgebiet des IADM (Institut für Arbeitswissenschaft und Didaktik des Maschinenbaus unter Leitung von Prof. Manfred Schweres), in das IFA integriert. Im Mai 2004 bezog das IFA zusammen mit fünf weiteren produktionstechnischen Instituten der Leibniz Universität Hannover das Produktionstechnische Zentrum Hannover (PZH) in Garbsen. Seit dem 1. April 2024 leitet Prof. Dr.-Ing. habil. Matthias Schmidt das Institut.