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FabriQPlanung - Fabrik- und Qualitätsplanung: Integration von agilen Qualitätsmanagementsystemen in den Fabrikplanungsprozess nach VDI-Richtlinie 5200

FabriQPlanung - Fabrik- und Qualitätsplanung: Integration von agilen Qualitätsmanagementsystemen in den Fabrikplanungsprozess nach VDI-Richtlinie 5200

Leitung:  Tanya Jahangirkhani
E-Mail:  jahangirkhani@ifa.uni-hannover.de
Jahr:  2022
Förderung:  AiF
Laufzeit:  04/2022 bis 09/2023

Ausgangssituation:

Aufgrund zunehmend dynamischer Märkte müssen Fabriken in immer kürzer werdenden Zyklen reorganisiert werden. Das stellt nicht nur Fabrikplaner vor große Herausforderungen, sondern auch das Qualitätsmanagement. Die Verzahnung beider Disziplinen ist in den meisten Unternehmen nicht gegeben.

Die Vernachlässigung qualitätsrelevanter Anforderungen in der Fabrikplanung führen zu Fehlentwicklungen im Qualitätsmanagementsystem. Hinzu kommt, dass historisch gewachsene klassische Qualitätsmanagementsysteme, wie auf PDF basierende Qualitätshandbücher, flexible Anpassungen erschweren.

Folglich entsteht die Problematik, dass Qualitätsanforderungen nach dem Hochlauf der Fabrik aufgrund der Zeitverzögerung durch klassische Systeme nicht oder nur teilweise erfüllt sind und es weiteren Anpassungen im Qualitätsmanagementsystem bedarf. Durch fehlende Ressourcen sind solche reaktiven Anpassungen für KMU kaum zu bewältigen.

 

Zielsetzung:

Deshalb müssen Qualitätsmanagementsysteme langfristig durch IT-gestützte Modularität geplant werden, sodass sie auch nach dem Fabrikhochlauf ohne umfassenden Ressourcenaufwand langfristig flexibel aktualisiert werden können. Dieses Ziel verfolgt das Projektvorhaben FabriQPlanung mit der Integration von IT-gestützten, agilen Qualitätsmanagementsystemen in den Fabrikplanungsprozess.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll ein Vorgehen zur Fabrik- und Qualitätsplanung entwickelt werden, welches die frühzeitige Einbindung, Entwicklung und Nutzung von IT-gestützten, agilen QMS in den Fabrikplanungsprozess mit der VDI-Richtlinie 5200 ermöglicht.

 

Vorgehensweise:

Als erstes wird ein Anforderungsvergleich zwischen DIN EN ISO 9001:2015, Agilität, VDI 5200 und KMU vorgenommen. Im nächsten Schritt wird auf Basis der erhobenen Anforderungen ein modellbasiertes Vorgehen zum modularen Aufbau von IT-gestützten, agilen QMS entwickelt. Daraufhin erfolgt die Identifikation der Schnittstellen und Wechselwirkungen zwischen dem Vorgehen zum modularen Aufbau von IT-gestützten, agilen QMS und des Fabrikplanungsvorgehens nach VDI 5200 sowie der Einbindung von Quality Gates zur iterativen Abstimmung. Nachdem die Schnittstellen und Wechselwirkungen identifiziert sowie Quality Gates zur iterativen Abstimmung definiert wurden, startet die Entwicklung des Vorgehens FabriQPlanung, welches einen Praxisleitfaden, Baukasten sowie ein e-Learning-Konzept impliziert. Diese Bestandteile müssen mit dem modellbasierten Vorgehen zum modularen Aufbau von IT-gestützten, agilen QMS zusammengeführt werden. Eine branchenübergreifende Evaluation verläuft nach der theoretischen Entwicklung von FabriQPlanung iterativ zum vorherigen Arbeitspaket. Dies dient der praktischen Evaluierung des theoretischen Vorgehens FabriQPlanung.

 

 

Kooperationspartner:

Fachgebiet für Produktsicherheit und Qualität der Bergischen Universität Wuppertal (PSQ)